Wo liegen im Bildungsbereich eigentlich die Prioritäten?

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Quelle: Freepic.com

Für viele Eltern ist es wichtig, dass ihre Kinder in den Schulen das richtige Wissen vermittelt bekommen, um anschließend erfolgreich im Berufsalltag bestehen zu können. Für die Bildungspolitiker ist es wichtig, sich mit Vorschlägen und Konzepten in der Bildungspolitik zu profilieren, um sich selbst und die eigene Partei voran zu bringen. Da reicht die Bandbreite der Themen vom linkspädagogischen Lieblingsprojekt der sogenannten „Inklusion“ bis hin zu Gewaltprävention und Respektstrategien, vom angeblich ausufernden Rechtsextremismus bis hin zum „Demokratieunterricht“. Das Problem: Über rot-grüne Narrative werden Problemlagen skizziert, die oft genug keine sind. Dabei werden die Dinge, die wirklich falsch laufen, bewusst ignoriert, tot geschwiegen oder als rechtspopulistische Panikmache abgetan.

Das ist nicht nur unlauter, es ist vor allem ein Bärendienst an den deutschen Schulen und ihrer Schülerschaft. Die Lehrkräfte hierzulande kann man in diesem Zusammenhang weitgehend der arrivierten Parteienblase zurechnen. Konservativ-freiheitlich geprägte Stimmen aus dem Pädagogenkreis muss man mit der Lupe suchen. Umso erhellender sind die Nachrichten aus dem schwarz-grün regierten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort – im Dunstkreis der früheren, behäbigen Bundeshauptstadt – ist endlich zutage gekommen, was von einer linksgestrickten, leistungsfernen Bildungspolitik zu erwarten war: 98 Prozent der Hauptschüler verfehlten den Leistungsmindeststandard im Fach Mathematik und – so das Nachrichtenportal NIUS – mehr „als 75 Prozent der nach dem VERA-System geprüften Grundschüler in Nordrhein-Westfalen erfüllen die Mindestanforderungen in Orthografie nicht.“ Das sind jedenfalls die Ergebnisse einer VERA-Erhebung, die durch die NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) durchgeführt wurde. Der schulpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, Christian Blex, hatte diesbezüglich mal nachgefragt.

Die Ergebnisse beziehen sich auf das Schuljahr 2024/2025 und setzen sich aus den Bewertungen diverser Kompetenzstufen zusammen. Mit den standardisierten Lernstandserhebungen, den VERA-Vergleichsarbeiten, wird bei Schülern in der 3. und 8. Klasse ermittelt, inwieweit bestimmte Kompetenzen in Fächern wie Deutsch, Mathematik etc. erreicht wurden. Zugrunde liegen die bundesweit gültigen Bildungsstandards. Als grundlegender Standard wird das Erreichen der Kompetenzstufe 3 gesetzt, wobei sich in den letzten Jahren abzeichnete, dass der Anteil der Schüler, „die lediglich die Kompetenzstufe 1 erreichen“, so die CDU-Ministerin, „angestiegen ist. Dies gilt insbesondere ab dem Zeitpunkt der Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie.“ Bleibt die Frage, was getan wurde, um den sich über viele Monate hinweg abzeichnenden Trend zu korrigieren, zumal die Kompetenztests bis dato nicht veröffentlich wurden.

Hans-Peter Hörner

 

 

Links:

Alarmierende Schul-Ergebnisse aus NRW: 98 Prozent der Hauptschüler verfehlen den Mathe-Mindeststandard | NIUS.de

Jeder dritte Neuntklässler verfehlt die Mindeststandards in Mathematik, zeigt eine aktuelle Studie.

MSN

„Mathe kann ich nicht“: Wieso immer mehr Schüler verzweifeln – und was hilft