Quelle: CJD Braunschweig und Salzgitter
Während die Kirchen Jahr für Jahr unter anderem durch ihre zeitgeistliche Anbiederei und rot-grün-queeren Auswüchse Mitglieder verlieren, können sich die Schulen der Kirchen nicht über Nachwuchssorgen beklagen. Rund ein Drittel aller deutschen Privatschulen befindet sich heute in kirchlicher Trägerschaft. Die Tendenz, Kinder in kirchlichen Schulen unterzubringen, ist steigend und widerspricht dem Austrittstrend. Die Frage, wie das zusammenpasst, drängt sich auf.
Äußerungen Betroffener zeigen: Kirchliche Schulen bieten häufig genau das, was viele Eltern im öffentlichen Schulsystem vermissen. Ob es die International School Braunschweig-Wolfsburg mit internationaler Ausrichtung ist oder das Förderzentrum Berchtesgaden für chronisch kranke Kinder und Leistungssportler oder die Flex-Fernschule für Schulabbrecher – die Bandbreite des Schulangebots ist groß – und erfolgreich. Alle drei genannten Schulen gehören zum evangelischen Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland (CJD), einem der größten Bildungsanbieter Deutschlands. An den Einrichtungen werden besonders individuelle Förderung, kleine Klassen und die Vermittlung eines stabilen Wertefundaments geschätzt.
Trotz nachlassender Kirchenbindung vertrauen viele Eltern auf die Qualität christlicher Schulen. Etwa 570.000 Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell deshalb eine kirchliche Privatschule. Besonders gefragt sind offenbar klare pädagogische Konzepte der kirchlichen Schulträger: Respekt, Verantwortungsbewusstsein, eine gute Schulausstattung und ein verlässliches Miteinander werden elternseitig geschätzt. Dazu kommen zudem die ruhigere Lernatmosphäre und die zusätzliche Förderung – von Hochbegabtenprogrammen bis zur intensiven Betreuung für Kinder mit Handicaps.
Auch finanziell sind kirchliche Schulen oft im Vorteil. Während viele freie Träger Gebühren verlangen müssen, können kirchliche Einrichtungen durch Stiftungen, Spenden oder eigene Immobilien das Schulgeld deutlich niedriger halten oder ganz darauf verzichten. Das eröffnet auch vielen finanziell nicht so gut ausgestatteten Familien Zugang zu hochwertiger Bildung.
Natürlich wirft der Trend zu Privatschulen die üblichen Fragen auf. Vielfach wird vor sozialer Segregation gewarnt: Privatschulen – auch kirchliche – würden überdurchschnittlich viele Kinder aus der Mittel- und Oberschicht anziehen. Bei der Schwächung der öffentlichen Schulen drohe ein Zwei-Klassen-System. Dass es das durch den hohen Anteil schlecht Deutsch sprechender Kinder bereits gibt, wird von den zumeist linkslastigen Kritikern gerne ignoriert. Angesichts des maroden bundesdeutschen Bildungssystems ist es leicht nachvollziehbar, wenn sich Eltern für den Privatschulbesuch ihrer Kinder entscheiden.
Moderne kirchliche Schulen zeigen in vielen Fällen, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind. Konfessionelle Bildung kann in den Zeiten der Islamisierung des öffentlichen Raumes nur hilfreich sein. Vorausgesetzt, sie wird nicht von „woken“ Ideologen im Talar vorangetrieben.
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