Warum einfach, wenn es auch kompliziert sein kann?

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Quelle: KI generiert

Untersuchungen, Erhebungen, Studien – die Erziehungswissenschaft produziert sie quasi am laufenden Band.
Die Bildungspolitiker – so könnten Böswillige meinen – haben somit einen Fundus unterschiedlichster ausgeforschter Szenarien und stets zur eigenen Intention, beziehungsweise Ideologie passende Ergebnisse zur Verfügung.

Vor kurzem hat nun das „DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation“ (DIPF bedeutet: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung)“ den nationalen Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ vorgestellt. In der begleitenden Mitteilung der Kultusministerkonferenz (KMK) heißt es:
„Die aktuelle Ausgabe beschreibt das deutsche Bildungssystem in einer Phase tiefgreifender gesellschaftlicher und demografischer Veränderungen: Sinkende Geburtenzahlen, Fachkräftemangel, veränderte Zuwanderungsbewegungen sowie wachsende Anforderungen an Chancengerechtigkeit und Integration prägen inzwischen alle Bildungsbereiche – von der frühen Bildung bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter.“ Außerdem wird darauf verwiesen, dass Entwicklungen im Bildungssystem Zeit brauchen, um überhaupt erkennbar zu sein.

Nichtsdestotrotz haben die Bildungsforscher wieder einmal festgehalten, dass es „im Bereich Schule […] weiterhin rückläufige Kompetenzentwicklungen insbesondere in Mathematik sowie bei computer- und informationsbezogenen Kompetenzen“ gibt. Außerdem ist laut Bericht die soziale Herkunft der Schlüssel für den Bildungserfolg oder das Versagen. Schon „im Alter von zwei Jahren [zeigen sich] deutliche soziale Unterschiede etwa beim Wortschatz von Kindern.“ Deswegen bleibt neben der Stärkung der Grundkompetenzen die frühe Bildung zentrales Handlungsfeld.

Nicht neu scheint die Erkenntnis, dass Bildungsungleichheiten bereits oft genug vor Schuleintritt entstehen. Berücksichtigt werden muss auch der seit 2022 deutlich bemerkbare Geburtenrückgang. Neben dem Bereich der schulischen Ausbildung hat sich der Bericht auch dem Fachkräftemangel und dem Fachkräfteerhalt also der Fachkräftesicherung gewidmet. „Herausforderungen“, so die Bildungsforscher, „im Bildungsbereich[, die] nicht kurzfristig zu lösen sind. Chancengerechtigkeit, Fachkräftesicherung, Integration und Digitalisierung bleiben langfristige Aufgaben, die nur gemeinsam vom Bund, Ländern und Kommunen bewältigt werden können.“

Irgendwie hat man das Gefühl, nichts Neues erfahren zu haben. Interessant der Satz in der Mitteilung der KMK, dass Herkunft nicht über Zukunft entscheiden darf. Diese Sentenz stammt nicht etwa aus dem Worthülsenwerkzeugkasten eines abgebrühten PR-Beraters, sondern offenbart die „Denke“ linker Gesellschaftsingenieure. Denn einerseits ist die soziale, andererseits aber auch die ethnisch-geografische Herkunft gemeint, die nicht über den zukünftigen Lebensweg entscheiden soll: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Da schaltet man in den klassenkämpferischen Nivellierungs- oder wahlweise in den postkolonialen Antirassismusmodus.

Ich stelle mir gleich mehrere Fragen: Warum soll die Herkunft nicht bei der zukünftigen Lebensbahn mitspielen? Denn das ist und bleibt die Realität. Wenn ein Kind der Handwerkerlaufbahn seines Vaters folgt, was ist daran verwerflich? Wenn jemand aus einem kultur- und bildungsfernen Elternhaus mit Migrationsgeschichte kommt, muss er dann auf Gedeih und Verderb auf ein möglicherweise völlig zu Unrecht erlangtes Ausbildungsniveau gehievt werden? Davon werden beispielsweise die Türken der 2. oder 3. Generation, die beruflich hierzulande aus meist eigener Kraft höchst erfolgreich waren und sind, wenig begeistert sein.

Alles in allem liefert der Bildungsbericht 2026 keine neuen Erkenntnisse. Die verstärkten „Investitionen in frühe Bildung, Sprachförderung, Ganztagsangebote und das Startchancen-Programm zur gezielten Unterstützung von Schulen in herausfordernden sozialen Lagen“, auf die der Bericht verweist, mögen verdienstvoll sein. Der Wirkungsgrad ist bis dato nicht absehbar – ich bin diesbezüglich pessimistisch. Wichtiger wäre es, die Dinge einfach beim Namen zu nennen: Massenmigration ist für das deutsche Bildungssystem zerstörerisch, Integration ist eine Bringschuld, die im Falle des Nichterbringens konsequent und mit angemessener Härte eingefordert werden muss.