Schulmisere: Ausweg Privatschule – Kleiner, feiner, besser

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Wer den Kommentar von Pauline Voss und Jan Karon sowie das dazu passende, knapp 45 Minuten dauernde Video unter diesem Link NIUS Originals: Kampfzone Klassenzimmer | NIUS.de angeschaut hat, weiß, wie katastrophal es an öffentlichen Schulen aussieht. Viele Eltern brauchen allerdings den Link gar nicht, weil sie ohnehin leidende Eltern leidender Kinder sind und die an öffentlichen Schulen herrschenden Zustände kennen. Die NIUS-Journalisten schreiben: „Das deutsche Bildungssystem ist außer Kontrolle – und Schulen sind zu Kampfzonen geworden. Dabei werden Schüler gleich mit zwei Phänomenen konfrontiert: von unten mit einem Migrationsdruck, der dafür sorgt, dass Lehrer vor Klassen ohne Deutschkenntnisse unterrichten müssen, dass Islamismus an der Tagesordnung steht und sich teils archaische Gewalt Bahn bricht. Von oben hingegen begegnen ihnen Lehrer, die einem „Kampf gegen Rechts“ frönen, gegen die Neutralitätspflicht verstoßen und linksgrüne Indoktrination vorantreiben.“ Das ganze Bild könnte man noch mit der maroden Infrastruktur der Lehrgebäude ergänzen. Schule macht keinen Spaß heutzutage.

Dabei gibt es den von mir schon beschworenen Ausweg in die Schulen privater Trägerschaft. Im Schuljahr 2024/25 gab es davon rund 3.800 in der Bundesrepublik. Das sind circa 12 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen. Damit ist die Zahl der Privatschulen in den vergangenen zehn Jahren um rund sieben Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der öffentlichen Schulen leicht gesunken: auf etwa 29.000, ein Minus von knapp vier Prozent.

2024/25 besuchten knapp neun Prozent der Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende Privatschule. Insgesamt waren das in dem Schuljahr rund 807.900 von insgesamt gut 8,9 Millionen Schülerinnen und Schülern. Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte in einer Pressemitteilung mit, dass Privatschulen im Durchschnitt kleiner sind, während die öffentlichen Schulen immer größer werden und sich zu anonymen Lehranstalten entwickeln – kennt man ja von den Unis hierzulande. Abgesehen von der individuelleren Betreuung an kleineren Schulen, sind Privatschulen in der Regel deutlich besser materiell und infrastrukturell ausgestattet

Ein mittlerweile nicht unwichtiges Argument dafür, seine Kinder in Privatschulen zu schicken, ist die Tatsache, dass – wie Destatis schreibt – „[a]usländische Schülerinnen und Schüler […] deutlich seltener eine Privatschule [besuchen] als deutsche. Während 4 % der ausländischen Schülerinnen und Schüler an einer allgemeinbildenden Privatschule unterrichtet wurde, lag der Anteil bei deutschen Schülerinnen und Schülern bei 10 %.“ Eine sicher nicht zu verachtende Niveau- und Leistungsgarantie, die sich dahinter verbirgt. Der monetäre Beitrag für den Besuch lag im Schnitt bei stemmbaren 2.042 Euro pro Jahr, denn auch die öffentlichen Schulen kosten ja ebenfalls: Durchschnittlich zahlen Eltern alles in allem über 20.000 Euro für ein Schulleben (von der Einschulung bis zur 12. Klasse) – kann aber auch je nach Region und Schultyp teurer werden. 

Hans-Peter Hörner