Jugend ohne Hoffnung?

Quelle: KI generiert

Die britische Denkfabrik Centre for Social Justice (CSJ) hat in einer statistisch basierten Analyse festgestellt, dass britische Arbeitgeber seit 2020 für jeden jungen Briten 27 junge Nicht-EU-Migranten eingestellt haben. Diejenigen 16- bis 24-Jährigen, die ohne Schulabschluss und Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsverhältnis auf der Insel ihr Dasein fristen, sind in einen Zustand geraten, den man dort als NEET bezeichnet: Not in Education, Employment or Training. Das sind in Großbritannien etwa fast eine Million – genauer waren es Ende 2025 957.000 junge Briten der genannten Altersklassen.

Mit dieser Statistik, zeigt das britische CSJ eine gefährliche, politisch initiierte Fehlentwicklung auf. Zuletzt importierte der Staat unter den Sozialisten nämlich rund um den unsäglichen britischen Premier Karmer Arbeitskräfte, während die eigene Jugend keine Beschäftigungsmöglichkeiten sah und sieht. Der Grund für die fatale Entwicklung ist nicht nur die trotz Brexit immer liberaler gewordene Einwanderungspolitik der linken Regierung, sie liegt auch darin, dass Arbeitgeber bei den Einsteigerjobs möglichst billige und rasch verfügbare Arbeitskräfte suchen – und unter Migranten finden.

Nun fordert das konservative Lager den Schutz vor unterbietender Arbeitskraft in Großbritannien. Nur so ließen sich Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Ausbildungschancen für junge Briten verbessern. Denn aktuell liegt die Arbeitslosenquote der 16- bis 24-Jährigen auf dem höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt und erstmals seit einer Generation über dem EU-Durchschnitt. Das klingt vertraut.

Zwar lässt sich die britische Situation nicht eins zu eins auf den deutschen Arbeitsmarkt umlegen, dennoch entwickelt sich auch hierzulande ein Riesenproblem. Denn die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldete schon 2025 rund 1,2 Millionen NEETs im Alter 15–29 in Deutschland; bei 15–24-Jährigen waren es rund 650.000, das ist eine NEET-Quote von 7,8 Prozent. Laut BA lag die Jugendarbeitslosigkeit 2025 beim höchsten Stand der letzten zehn Jahre, drei Viertel der jungen Arbeitslosen hatten keinen Berufsabschluss.

Der entscheidende Unterschied bei dem Thema zwischen Bundesrepublik und dem Königreich scheint allerdings darin zu liegen, dass der Anteil ausländischer Staatsangehöriger bei jungen Arbeitslosen in Deutschland gestiegen ist: Die Zahl junger Arbeitsloser von 15 bis unter 25 mit ausländischem Pass hat sich von 2015 bis 2025 um 53.000 mehr als verdoppelt; 2025 hatte mehr als ein Drittel der jungen Arbeitslosen einen ausländischen Pass. Das spricht also nicht einfach für Verdrängung deutscher Jugendlicher, sondern dafür, dass viele junge Migranten Integrations-, Sprach- und Qualifikationsprobleme haben. Deutschland hat also – so kann man resümieren – ein vergleichbares Jugend-NEET- und Qualifikationsproblem, aber die verfügbaren deutschen Daten belegen nicht pauschal, dass deutsche Jugendliche massenhaft durch junge Nicht-EU-Migranten ersetzt werden.

Mein Fazit: Entweder werden auch hierzulande entsprechende Analysen wie die des Centre for Social Justice irgendwann gestartet und/oder die größere Baustelle der vielen jungen Menschen ohne Schul- und Berufsabschluss, der zu vielen Ausbildungsabbrüche wird endlich effektiv bearbeitet.

 

 

Links:

27 Migranten für einen jungen Briten – Großbritanniens Jugend wird aus dem Arbeitsmarkt gedrängt

So viele Schulabgänger ohne Abschluss wie lange nicht

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