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Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die Entwicklungen in 1.300 Berufen bis 2028 analysiert, werden bis dahin bundesweit rund 768.000 Fachkräfte fehlen. Zu berücksichtigen ist, dass das IW in der Regel Personen mit Berufsausbildung als Fachkräfte bezeichnet. Besonders betroffen seien Verkaufsberufe, in denen ein Engpass von über 40.000 Stellen droht, vor allem im Einzelhandel. Grund dafür sei der demografische Wandel, denn viele Beschäftigte gehen in Rente, und Ersatz ist schwer zu finden. Könnte da auch eine völlig unangemessene Familienpolitik und hohe Steuern, die einem das Kinderbekommen vergällen könnten, dahinter stehen?
Auch in den Metallberufen zeichnet sich ein deutlicher Rückgang ab. Bis 2028 soll die Beschäftigung hier um etwa 161.000 Stellen sinken. Neben konjunkturellen Problemen sorgen dafür viele Renteneintritte. Es fehle vielfach an Nachwuchs, sodass Unternehmen die frei werdenden Stellen oft nicht nachbesetzen können.
IW-Senior Economist Alexander Burstedde warnt, dass der aktuell rückläufige Stellenbestand nicht über den strukturellen Fachkräftemangel hinwegtäuschen dürfe. Besonders groß sei das Defizit in Berufen, die eine abgeschlossene Ausbildung erfordern. Diese machten mehr als die Hälfte der gesamten Fachkräftelücke aus. Burstedde fordert von der Politik eine intensivere Berufsorientierung an allen Schulen sowie eine gezielte Aufklärung über Mangelberufe und deren Karrierechancen. Dies wäre in den Zeiten der Überakademisierung und des politisch gewollten Absenkens der Abiturqualität in der Tat wünschenswert.
Der rote DGB bemängelt, dass eine Gesamtstrategie gegen den Fachkräftemangel fehle. Hier werden aus dem Vorstand zur Problemlösung faire Arbeitsbedingungen, ausreichende Aus- und Weiterbildung, eine Willkommenskultur für Zuwanderung sowie eine gute soziale Infrastruktur gefordert. Außerdem mehr Tarifbindung, eine Stärkung der Arbeitsagenturen und Jobcenter, bessere Integrationschancen für Zuwanderer und zusätzliche Mittel für die soziale Infrastruktur. Selbst der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, André Berghegger, ist sich nicht zu schade, das verstärkte Anwerben ausländischer Fachkräfte zu fordern.
Abgesehen davon, dass der Fachkräftemangel – also die zunehmende Anzahl von Leuten ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung – als rot-grüner Kampfbegriff linker Klientelpolitik zu verdanken ist, stellt man sich die Frage, was denn die bis dato masseneingewanderten Fachkräfte volkswirtschaftlich bringen? Das Problem müsste doch längst gelöst sein… Vielleicht legt man aber auch mal den Augenmerk auf die gigantischen volkswirtschaftlichen Fehlentscheidungen die unter Merkel begannen, bei Habeck gipfelten, um jetzt weiter fortgeführt zu werden. Meine Prognose: Es wird deutlich schlimmer als vom IW prognostiziert.
Hans-Peter Hörner
Link zur Studie: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2025/IW-Report_2025-IW-Arbeitsmarktfortschreibung-bis-2028.pdf